18. September 2019

Neues Tor für den Aller-Welts-Garten in Neunkirchen: „Weltoffen und einladend“


„Das neue Tor spiegelt den weltoffenen und einladenden Charakter des Aller- Welt-Gartens wider“, sagte Diakonie-Pfarrer Udo Blank. Beim Erntedankfest im Rahmen der interkulturellen Woche in Neunkirchen präsentierte die Diakonie Saar das neue Tor des Gartens in der Kleingartenkolonie Forststraße.

Es wurde von Wolfgang Lang, der schon seit vielen Jahren  zu den Gärtnern im Projekt gehört, künstlerisch gestaltet. Der gelernte Maschinenschlosser und Goldschmied hat als zentrales  Element des Tores einen Lebensbaum aus unterschiedlich starken Rundstählen geformt. Diese Stähle wurden durch schmieden und biegen in die Form gebracht, miteinander verschweißt und anschließend verschliffen. Die Oberfläche wurde brüniert, wodurch ein „Vintage-Effekt“ entstand. Der Baum trägt die Erde, die aus zwei Rundblechen besteht. Die Kontinente stehen auf Stelzen etwas erhaben über der Wasserfläche. Sie wurden aus einem ehemaligen Seitenteil eines Schiffscontainers von Hand ausgesägt. Die Elemente der Erde wurden mit Kupfer, Silber und zu einem winzigen Teil mit Gold belegt. Die Figuren darunter, eine Frau, die ein Kind schaukelt, bestehen ebenfalls aus Recyclingmaterial.

 

Blank dankte Lang, aber auch dem Diakonie-Mitarbeiter Walter Schnell für das große ehrenamtliche Engagement bei  der Gestaltung des Tores. „Es ist ein Blickfang geworden für die Kleingartenkolonie, ja für ganz Neunkirchen“, sagte der Diakoniepfarrer. Das Motiv greife den Grundgedanken des Aller-Welts-Gartens auf: „Menschen aus aller Welt kommen zusammen, um gemeinsam zu arbeiten und zu feiern“. 

 

In dem im Jahr 2012 entstandenen Projekt begegnen sich Menschen mit Migrationshintergrund und Einheimische beim gemeinsamen Gärtnern und Feiern. Neben Einzelpersonen bewirtschafteten Jugendliche aus Integrationskursen und aus einer Grundschule das Gartengelände. Alle arbeiten gemeinsam daran, die biologische Vielfalt auf dem Gelände zu erhalten. Seit 2018 ist der Garten offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“.

 

Blank dankte auch den Firmen, die das Projekt mit Material und Tipps unterstützt haben:  Dental Bauer und  der Firma Uhl, Schweißtechnik, beide in St. Ingbert, Konstruktiv in Bexbach sowie  Strahl- und Lackiertechnik Thomas Schäfer in Homburg.

 

 





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